Reduzierung des Zinsrisikos zum Ablauf der Zinsfestschreibung

Administrator (compas) on 01.02.2017

, zuletzt modifiziert von Barke am 11.10.2017 um 10:34:35
Reduzierung des Zinsrisikos zum Ablauf der Zinsfestschreibung

Heute möchten wir uns an unsere Kunden wenden, welche bereits eine Immobilienfinanzierung (ggf. auch schon eine Anschlussfinanzierung) abgeschlossen und am Ende der Zinsfestschreibung noch eine beträchtliche Restschuld haben.

Die aktuell bestehenden Darlehensverträge bieten bis auf Ausnahmen alle die Möglichkeit einer jährlichen Sondertilgung von bis zu 5% der Darlehenssumme. Außerdem kann bei den meisten Banken (z.T. gegen eine einmalige Bearbeitungsgebühr) der Tilgungssatz auf bis zu 5% der Darlehenssumme erhöht werden. Die Nutzung dieser im Darlehensvertrag verankerten Möglichkeiten wirkt sich direkt auf die Höhe Ihrer Restschulden zum Ende der Zinsfestschreibung aus.

Vielleicht stehen auch Mittel aus einer Lebensversicherung oder einer anderen Geldanlage zur Verfügung, um die Restschulden (teil-) abzulösen.

Es gibt eine Gesetzmäßigkeit am Finanzmarkt, dass auf eine Niedrigzinsphase auch wieder höhere Zinsen folgen. Die Talsohle wurde bereits im Herbst 2016 durchschritten, aktuell liegen die Konditionen ca. 0,5% über denen von vor einem Jahr.

An Hand einer Beispielrechnung möchten wir gern aufzeigen, welche zusätzliche Zinsbelastung auf Sie zukommen kann:

Beispiel 100.000 € Restschuld, Zinssteigerung 2%:

Sie zahlen pro Monat 166,67 € mehr Zinsen!

Nachfolgend möchten wir Ihnen den "Dauerbrenner" Bausparvertrag als weitere Möglichkeit zur Reduzierung des Zinsrisikos vorstellen:

Bausparvertrag - immer noch attraktiv!?

Der Bausparvertrag wird oft als langweilig oder unmodern bezeichnet - immerhin hat er aber auch in turbulenten Zeiten dem Sparer sein Guthaben bewahrt.

Zwar ist aktuell der Guthabenzins bei neu abzuschließenden Bausparverträgen sehr gering, dafür sichert man sich aber auch einen niedrigen Darlehenszinssatz, wenn der Bausparvertrag zuteilungsreif wird - idealerweise zum Zinsfestschreibungsende.
Wenn der Zins am Markt dann bei angenommen 4% liegt, haben Sie sich bei Abschluss eines BSV je nach gewähltem Tarif einen Bauspar-Darlehenszins zwischen 1,00% - 2,35% gesichert und können dann die Restschuld des Darlehens zur Bausparkasse umschulden.

Am Beispiel des Tarifs WohnBausparen Plus 06/17 2,35 der BHW möchten wir Ihnen ein mögliches Bauspar-Modell vorstellen, es gibt natürlich andere Tarife und weitere Bausparkassen zur Auswahl.

Beispielrechnung:

Ein Ehepaar hat eine Immobilienfinanzierung, deren Zinsbindung in 13 Jahren, also im Jahr 2030, ausläuft. Die Restschuld beträgt zu diesem Zeitpunkt ca. 100.000 €. Um für die Anschlussfinanzierung schon heute ein Zinsrisiko auszuschließen, könnte ein Bausparvertrag mit folgenden Parametern abgeschlossen werden:

Bausparsumme 100.000 €

Tarif Wohnbausparen Plus 06/17 2,35

Sparphase:
Sparleistung monatlich: 190 € (ggf. incl. Vermögenswirksame Leistungen)
Wohnungsbauprämie für Verheiratete pro Jahr: 90,11 € (einkommensabhängig)
Guthabenzinsen (0,1% p.a.) für 13 Jahre: 178,21 €
Abschlussgebühr einmalig: 1.000 €
Jahresentgelt: 12 € Zuteilungsreife (=Auszahlung Bauspardarlehen): 09/2030

Tilgungsphase:
Sollzins BS-Darlehen garantiert: 2,35%
Tilgungsbeitrag monatlich: 613 €
Tilgungsende: 06/2041

Eine Übersicht zu diesem Modell finden Sie hier.

Man könnte sich auch einen Bauspar-Darlehenszins von 1,0% sichern, dann sind aber Spar- und Tilgungsrate höher. Ein besserer Darlehenszins bedingt immer eine kürzere Tilgungsphase und damit eine höhere Besparung/Tilgung.


Wenn Sie Interesse und/oder Fragen haben, kommen Sie sehr gern auf uns zu, dann können wir einen persönlichen Beratungstermin vereinbaren.

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